Eisenhauer

Apokalyptik als politische Idee

Die Konzeption der mittelalterlichen Kirchenfresken in Wormbach und Berghausen
Ergon,  2016, 70 Seiten, broschiert

ISBN 978-3-95650-154-8

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Finden wir in mittelalterlicher christlicher Theologie eine Weltanschauung, die heute noch wichtig ist? Lassen sich politische Ideen aus Malereien entschlüsseln?
Im südlichen Sauerland in den kleinen Orten Wormbach und Berghausen finden wir Kirchenfresken von komplexer Gestaltung. Im Deckengewölbe von Wormbach entfaltet sich eine faszinierende Inszenierung von zwölf Tierkreiszeichen in ungewöhnlicher Komposition. In der zwei Kilometer entfernt liegenden Kirche von Berghausen sind ebenfalls kunsthistorisch wertvolle Fresken enthalten. Beiden romanischen Kunstwerken gemeinsam ist ihr Mittelpunkt: Majestas Domini, eine in der Romanik häufig anzutreffende Darstellung des Letzten Gerichts der Johannes-Offenbarung, der Apokalypse.
Die Untersuchung folgt den detaillierten Spuren der konzeptionellen Anordnung der Fresken und deutet die Ideenwelt in Anlehnung an den Kirchenlehrer Beda Venerabilis. Anhand von Ikonographie und Ikonologie werden zunächst die Beziehungen der Figuren zueinander deutlich. Im Bezug auf den vierfachen Schriftsinn der Bibel greifen die theologischen Aussagen zugleich in den politischen Bereich über und öffnen die Perspektive auf eine unerwartete Aktualität der Konzeption.

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